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Die Macht des Geldes, oder der Umgang mit Reichtum

Geschrieben von Martin   
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Teil 3 Geld

Warum spielt das Geld in unserem Leben eine so wichtige Rolle? Vielleicht hängen wir nur wegen unseres eigenen psychologischen Glücks von ihm ab. Alle brauchen Brot, Wasser und eine Unterkunft, das steht fest, aber warum hat dieses Geld eine so grosse psychologische Wichtigkeit in unserem Dasein.

Geld fördert unsere persönliche Eitelkeit, es liefert uns soziales Prestige, und hilft uns zu Macht zu gelangen. In unserem Geist wird das Geld für total unterschiedliche Zwecke benutzt, als nur für die Befriedigung der menschlichen Grundbedürfnisse. Geld wird mit psychologischen Hintergedanken benutzt, das ist der Grund warum es so eine überproportionale Wichtigkeit für uns besitzt. Klar, wir brauchen Geld um uns Brot, Getränke, Wohnung usw. zu kaufen, um unsere Grundbedürfnisse zu befriedigen, aber sobald das Geld eine psychologische Importanz gewinnt, wenn wir es benutzen, um Ruhm, Macht oder eine höhere soziale Position zu erreichen, dann gewinnt der Wert des Geldes eine unverhältnismässig höhere Wichtigkeit für uns - daraus ensteht dann der Kampf und der Konflikt mehr davon besitzen zu müssen. Wenn wir also Geld zu unserer eigenen Glücksseeligkeit und unserer persönlichen Befriedigung benutzen machen wir uns zu den unglücklichsten Geschöpfen auf diesem Planeten.
Wenn wir also tief in unserem Inneren verstehen, dass das Geld uns nur zur Befriedigung unserer Grundbedürfnisse dient, dann setzten wir dem Wert des Geldes automatisch einen intelligenten Grenzwert und es verliert seine übertriebene Wichtigkeit, die es hat, wenn es eine psychologische Importanz besitzt.
Geld an sich ist weder gut noch schlecht, einzig allein welchen Wert wir ihm beimessen, welche Wichtigkeit es für uns hat, macht es zu dem was es dann ist. Benutzen wir es für etwas gutes, ist es gut, benutzen wir es stattdessen für etwas schlechtes, dann ist es schlecht. In unserem Inneren müssen wir die wahre Natur des oberflächlichen Gefühls und der Befriedigung verstehen. Der Geist muss die Wahrheit erkennen und sich frei von diesen Fesseln machen. Wenn wir uns wirklich von den Fesseln der oberflächlichen Gefühle und der Befriedigung befreien wollen, dann müssen wir mit den uns familiären Gefühlen und Empfindungen beginnen und mit ihnen den Grundbaustein für das Verständnis legen.
Viele Menschen glauben, dass wenn ihre politische Partei, der sie angehören und für die sie kämpfen, einmal an die Macht kommt so werden sie alles ändern. Man wird dann alles zur Genüge haben, die Menschen werden glücklicher sein, es wird Friede herrschen.
Das ist eine falsches Konzept, denn in Wahrheit kann nichts so existieren, wenn wir nicht vorher individuell den wahren Hintergrund verstanden haben.
Der Mensch ist innerlich zu arm, daher braucht er Geld, um seine oberflächlichen Gefühle und Befriedigungen zu saturieren. Wenn jemand also innerlich arm ist, so braucht er äusserlich Geld, um seine Gefühle zu befriedigen. Von daher hat Geld und all die anderen materiellen Dinge für diesen Menschen eine überproportionale Wichtigkeit bekommen, und er wird beginnen zu lügen, auszunutzen, zu stehlen wann immer nur möglich. Schon immer gab es den Kampf zwischen arm und reich, zwischen Arbeiter und Fabrikbesitzer, zwischen oben und unten. Aber alle politischen Veränderungen sind unnütz, wenn wir nicht zuvor unserer eigene innere Armut erkennen. Man kann hundertmal das ökonomische System ändern, man kann tausendmal soziale Veränderungen durchführen, wenn wir aber in unserem tiefsten Inneren die Wahrheit unserer eigenen Armut nicht verstanden haben, so wird man immer neue Mittel und Wege finden, auf Kosten der anderen, sich selbst zu befriedigen. Deshalb ist ist wichtig zuerst einmal seine eigene intime Natur zu erkennen, denn unser Ziel ist ein innerer Reichtum. Wer über einen inneren Reichtum verfügt ist unfähig andere auszubeuten, ist unfähig zu lügen und zu stehlen. Wer innerlich reich ist, der kann sich von den Fesseln der oberflächlichen Gefühle und den persönlichen Befriedigungen loslösen. Derjenige, der innerlich reich ist wird auch Glück finden.
Ja, wir brauchen Geld, um uns die lebensnotwendigen Dinge zu kaufen, aber wir müssen unsere Beziehung zu Geld überdenken. Weder der Asket, noch der Geizige oder der Gierige haben den gerechten Bezug zu Geld jemals verstanden. Weder der absolute Verzicht, noch der Überfluss stellen eine richtige Relation zu Geld da. Wir müssen einfach unsere eigenen materiellen Notwendigkeiten erkennen, ohne den Bezug zu Geld zu verlieren, soll heissen, den Wert des Geldes überzubewerten. Wenn wir die gerechte Beziehung zu Geld verstanden haben, so verlieren wir schnell das Interesse immer mehr davon haben zu müssen, auch der ständige Wettbewerb mit den übrigen wird für uns bedeutungslos werden. Wir müssen einen Unterschied zwischen physischen Notwendigkeiten und psychologischen Abhängigkeiten von Dingen machen. Die psychologische Abhängigkeit von Dingen führt zu Ausbeutung und Sklaverei.
Leider wandelt sich Notwendigkeit oftmals in Habgier, das psychologische Ich will sich äusserlich bereichern, weil es innerlich arm ist und misst somit dem Geld einen absurden Wert bei.
Wir schieben Notwendigkeit vor, um Gier zu rechtfertigen, aber Gier ist der geheime Grund für den Hass und alle Brutalitäten in der Welt.
Um der Habsucht in der Welt ein Ende zu bereiten müssen wir in unserem Inneren verstehen, dass diese Welt in uns selbst ist. Wir sind die Welt. Die Gier der anderen ist in uns selbst. In Wirklichkeit leben alle Individuen in unserem eigenen Bewusstsein. Die Gier der Welt ist in jedem Einzelnen. Wenn wir mit der Gier in uns brechen, dann wird auch die Habgier in der Welt gestoppt.


Übung:
Legen Sie sich bequem hin und spreizen sie Arme und Beine. Konzentrieren Sie sich nun auf ihre eigenen physischen Notwendigkeiten. Wägen Sie sie ab, überlegen Sie genau wo endet die Notwendigkeit und wo beginnt die Habsucht. Wenn Sie sich wirklich konzentrieren werden Sie den Unterschied schliesslich herausstellen können. Vergessen Sie nicht, nur durch das tiefe Verständnis von Notwendigkeit und Gier werden Sie den Grundstein für einen richtigen Gedankenprozess legen können.


 Teil 1
Triumph im Leben; alte Geheimnisse neu entdeckt
 http://gerstmann.net/content/view/438/1/

Teil 2  
Die Gnosis hilft bei der Suche nach Glück, Liebe und Gesundheit 
 http://gerstmann.net/content/view/443/1/

Auszug: ICQ Quetzalcoatl für psychoanalytische Antropologie in Mexiko


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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 17. Juli 2010 )
 
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